Die Stadt Memmingen plant derzeit ein sportorientiertes Kombibad als Dreifachübungsstätte auf dem Grundstück des ehemaligen Freibadgeländes. Die Schwimmerbecken innen und außen sind auf die Wettkampfkategorie B ausgelegt. Die Badehalle ist mit einem Schwimmerbecken mit 8 Bahnen und einer Bahnenlänge von 25m, einem integrierten Sprungturm mit 1m und 3m, einem Lehrschwimmbecken, einem in einem abgetrennten Bereich gelegenen Kursbecken, sowie einem Kleinkinderbecken mit verschiedenen Attraktionen ausgestattet. Das Kursbecken mit Hubboden kann neben der Nutzung als Lehrschwimmbecken auch für Kurse oder als Bewegungsbecken genutzt werden. Der Freizeitaspekt wird durch verschiedene Attraktionen im Lehrschwimmbecken (Nackendusche, Massagedüsen etc.) und Schwimmerbecken (aquacross-Anlage, waterclimbing), sowie einer Dampfsauna erweitert. Die Wasserfläche im Hallenbad beträgt rd. 804m².
Der Freibadbereich bekommt ein Sportbecken mit 50m Länge und 6 Bahnen, ein Nichtschwimmerbecken und ein Kleinkinderbecken. Die Wasserfläche des Freibades beträgt ca. 1.429m². Die gesamte Wasserfläche des Kombibades beträgt zukünftig ca. 2.233m². Im Freibadbereich erwarten den Besucher zukünftig neben einem großzügigen Kioskbereich verschiedene Freizeitfelder auf denen Beach Volleyball, Boccia, Tischtennis gespielt werden kann, oder ein großer Sandspielplatz mit naturnahen Möglichkeiten zur freien Interaktion für die Kleinsten.
Ausgeführt wird das neue Kombibad in Passivhausbauweise. Das Passivhaus Konzept ist dabei ein ganzheitlicher Ansatz, der den gesamten Energieverbrauch des Gebäudes berücksichtigt und optimiert. Durch Investition in hochwertige Komponente und Regelungslösungen können die Energiekosten für den Betrieb des Gebäudes deutlich gesenkt werden. Aufgrund des hohen Energieverbrauchs bei Hallenbädern wirkt sich das auf Dauer auf die Betriebskosten sehr positiv aus. Zudem wird zukünftig die Wärmeversorgung des gesamten Bades Co2 neutral über die Nutzung des Grundwassers, mittels Wärmepumpen erfolgen. Damit entsteht ein sehr nachhaltiges Gebäude, dessen benötigte Wärmeenergien zu 78 % unentgeltlich gedeckt werden kann. Ein Großteil des benötigten Stromes für das Kombibad liefert die großflächige PV Anlage auf den Dächern des Bades.
Der Abriss des alten Freibads startet Ende Januar 2023. Die Fertigstellung des Kombibads ist voraussichtlich Mitte 2026 zu erwarten. Die Baukosten werden derzeit mit 43 Mio. Euro prognostiziert.